Smartphone-War: Ex-Apple vs Ex-Apple

Rund um die CES 2010 beharken sich die Produzenten von Smartphones, nur Apple sieht dem Treiben unbeteiligt zu, als hätte es das Ass noch im Ärmel. Zur etwas überraschenden Vorstellung von Googles Nexus und den ungewöhnlichen Umständen gesellt sich Palm mit der Aufwertung des Pré.

Das sich beide einig darin sind, zumindest vorübergehend, der Erste hinter Apple zu werden, ist bereits eine Überraschung. Motorola und Nokia sind gar nicht gefragt und Nokia glänzt eher mit kompletter medialer Abwesenheit.

Über die Fähigkeiten des Linux-basierten Palm Pré und des wohl eher nicht Linux-basierten Nexus möge sich jeder selbst in Kenntnis setzen. Aber manchmal sind zwei Zeilen Kommentar zu einem Artikel einfach mehr als alles andere. Gefunden bei engadget.com zum Hands-On Artikel zu Googles Nexus.

Schlagabtausch zwischen Eric Schmidt und Jon Rubinstein auf Engadget.

Ex-Apple Aufsichtsrat Eric Schmidt ist sich als Google-Chef nicht zu blöd bei Engadget sein eigenes Smartphone über den Klee zu loben it's a damn good phone. Um Ex-Apple-Entwickler und nun Palm Entwickler Jon Rubinstein eine Steilvorlage zu geben: Not good enough.

Und da finanzieren beide noch PR-Agenturen? Ach ja, offensichtlich setzt Google darauf, das Smartphone ohne Unterstützung von Providern zu verkaufen. Und überlässt damit dem Endverbraucher die richtige Auswahl einer passenden Mobil-Internet-Flatrate, ohne die richtige Smartphones wenig Sinn machen. Entgegen Apple hat Palm mit dem Pré, zumindest in Deutschland, einen Provider gefunden hat, der das Smartphone auch so, ohne Sim-Lock verkauft. Meinen Dank dafür an O2. Das lässt dann aber auch die Frage wieder aufkommen, ob Google nicht an einem eigenem Netz arbeitet. Zumindest ein Datennetz (mit VoIP?) würde sich doch anbieten? Vielleicht auch, um die eigenen Rechenzentren untereinander zu vernetzen?

Vielleicht hätte Steve P. Jobs den Ex-Aufsichtsrat das iPhone lieber schenken sollen, und dafür Schmidt im Aufsichtsrat behalten?