Samsung vs. Apple - Wolkenkuckucksheim

Natürlich muss heute jeder Hardware-Anbieter einen Wolckendienst anbieten, mehr oder weniger. Entweder man bedient sich bei Amazon und Google oder man macht seinen eigenen, wie HP. Dazu gesellt sich nun auch der aktuelle Dauerrivale von Apple: Samsung

Nach dem Apple auch für das phoniPod und die Paddles die ichWolke zur Verfügung stellt, kann Samsung nicht lange zögern. So trompetet etnews aus Korea - [WWDC] Samsung Electronics Preparing New Cloud Service das nun auch Samsung den Wolkendienst für die Partner und Kunden aufbauen will. Der dann auch Samsung Fernseher bedient, neben Paddles und Smartphones. Ob der Dienst auch Laptops von Samsung zur Verfügung steht weiß niemand, aber die Dinger sind ja so was von gestern, wen interessiert das.

Kommentare

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

iCloud vs. andere

Soweit ich das sehe, gibt es bei iCloud einen Unterschied zu anderen Clouds. iCloud ist nicht eine Festplatte auf einem Server im Internet. iCloud ist ein programmbasierter Cloud-Dienst.

D.h. das jeweilige Programm händelt das Verschicken der Daten in die Cloud. Dabei müssen dann beispielsweise auch nicht komplette Dokumente hochgeladen und auf die anderen Geräte gepusht werden, sondern nur Infos zu den Änderungen im jeweiligen Dokument. Die eigentlichen Dokumente bleiben weiterhin lokal auf den Geräten gespeichert.

D.h. auch, iCloud ist keine Lagerhalle, sondern ein Verschiebebahnhof. Fotostream z.B. speichert nur die letzten 1000 importierten oder aufgenommenen Fotos in der Cloud und nach einem Monat werden die dann wieder aus der Cloud gelöscht. Was nicht in den Geräten, auf die gepusht wird, aus dem Cache in ein anderes Album weggesichert wird, geht verloren.

Damit fallen einige von Euch angesprochene Probleme weg:
- Die Datenmenge, die verschickt wird, ist nicht so extrem groß.
- Man ist nicht auf den Dienst Apples angewiesen. Wenn man den abschaltet bleibt auf dem jeweiligen Gerät alles beim alten. (Das Kontaktprogramm z.B. bietet beim Deaktivieren die Alternative: Daten vom Device löschen oder auf dem Device behalten.) Nur die Daten werden dann halt nicht mehr automatisch von dem Gerät auf die anderen Devices geschoben und die Daten von den anderen Geräten kommen nicht mehr automatisch an.

Die APIs für iCloud werden übrigens nicht nur für iOS und OS X angeboten, sondern auch für Windows. (Es ist nun mal eine wichtige Funktion für iOS Geräte und iOS-Geräte sind wichtig für Apple, der "Mac" aber seit Jahren uninteressant. Man sieht es auch daran, dass Steve diesen Teil der Keynote selber gehalten hat.)
Mal sehen, wie schnell die Linux-Community die entsprechenden APIs adaptiert hat.

Letztendlich ist iCloud Apples offenes Eingeständnis dass der Mac nicht mehr "the center of your digital life" ist (was Jobs auch explizit so sagt), sondern ein Gerät _neben_ den anderen (den iOS-Geräten). Außerdem ist iCloud der Ersatz für iTunes für die Menschen, die keinen PC (mehr) haben wollen (Stichwort Backup, den für mehr wurde iTunes nicht wirklich gebraucht). iCloud macht die iOS-Geräte "PC free" in der "post PC" Ära.

Spannend

bei solchen Sachen ist ja immer die Frage "Was passiert wenn ich aktiviere - deaktiviere - wieder aktiviere" u.ä.

Deshalb bin ich persönlich auch der Meinung, sowas macht nur Sinn als ganz-oder-garnicht-Lösung, alles andere gibt nur Kuddelmuddel.

Mal sehen !

Bei der

mittlerweile ja legendären Qualität der Produkte aus dem Hause Apple kann man sich auf die ersten öffentlichen iCloud-Betatests (die ja letzte Woche angelaufen sind) vor allem als nicht-Apple-User nur freuen. Popcorn raus, ein Bier kühlstellen und abwarten. Meine Prognose:

- Was ist das denn für ein Typ, der mir da plötzlich aus meinem Foto-Album entgegengrinst ? Und WO SIND MEINE FOTOS ?????? (Antwort von Steve: They're in the cloud, baby. An iCloud-enabled spotlight search will be released by the end of 2015 !)

- "Schatz, was sind das das denn für Bilder da von Dir auf dem iPad, und wer ist diese Frau da neben dir ? SCHATZ ?????"

- Warum grinsen mich die Kollegen seit neuestem so doof in der Kantine an ? Und die KollegInnen machen sogar einen Bogen um mich ? Und was meinte Kollege Krause "Der hat den Haken für E-Mailsnicht-iCloud-synchronisieren auch noch nicht gefunden....."

- Wo kann ich das abschalten ? Und warum landen meine Kontoauszüge doch noch auf Facebook, obwohl ich das abgeschaltet hatte (Antwort von Steve: Sorry, hat der Praktikant programmiert. Wir haben das jetzt aber nach Indien outgesourcet, da sind wir nicht mehr für zuständig oder zu belangen. Wir machen jetzt nur noch die Werbung).

Nur so am Rande, Herrn Jobs kann man bei seinem Gesundheitzustand ja nur noch alles erdenklich Gute wünschen. Dass der sich noch auf so eine idiotische Keynote quält, einfach nur zu bedauern. Naja, von mir aus.

Egal wie es das System

Egal wie es das System macht, aber ich hoffe inständig, dass Apple für jeden Nutzer eine eigene, gekapselte, abgeschirmte Instanz an legt, und nicht alles in ein Dateisystem mit Rechten verlegt. Egal wie das die Wolke dann macht.

Lustig wird es aber in ein paar Jahren, wenn die Mac-Fanbois erkennen müssen, dass Sie weiter Apple-Produkte kaufen müssen, um an ihre Bilder und Musik zu kommen. Und nebenbei entdecken, das Apple ihre Inhalte schon längst weiter verkauft hat.

Wenn Anbieter alles wiedergeben ausser Apple-Dateien, die Apples DRM haben und rausgeklagt wurden.

Dass es noch Leben bei Apple gibt, kann man erahnen, nachdem Apple Fremdinhalte nicht explizit über den App-Store verkauft. Man kann nur hoffen das Woz ein Comeback hin legt.

clientseitige Verschlüsselung

Wünschenswert wäre clientseitige Verschlüsselung bzw. das ist wohl die sicherste Variante (vorausgesetzt der Key liegt nur beim Anwender).
Leider stehen Themen wie Security häufig nicht im Focus bzw. die Masse interessiert es nicht.
Facetime nutzt per default leider auch keine Verschlüsselung.

Das geht doch gar nicht

Ich bin erst mal gespannt, wie um alles in der Welt Apple das - in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern dieser Welt - technisch überhaupt hinkriegen will. Dass die Daten auf den Servern in Belutschistan liegen (da war die rechtliche Situation so günstig...) ist ja eine Sache (wobei sie da auch erstmal hinkommen müssen), aber die müssen ja auch wieder in halbwegs akzeptabler Zeit auf die zig Millionen iDingens gebeamt werden. Mit den zwei iDingens auf der Keynote hat's ja schon mal suuuper geklappt, da sollten zig Millionen ja auch kein Problem sein.......

Muss der Apple-iDiot demnächst im Starbucks draussen bleiben, weil sonst das WiFi zusammenbricht ? Wird die "Echtzeit"-ichWolkenDingens-Synchronisation eher ein "Ach, stimmt, die Fotos von damals"-Erlebnis ? Werden die Provider dieser Welt iDingens nur verkaufen, wenn die ichWolken-Synchronisation ausgeschaltet ist und ansonsten astronomische Summen für die iDingens verlangen ?

Mal sehen.

Falsche Vorstellung

Bei iCloud gibt es gar kein Fotoalbum in der Cloud, keine Echtzeit-ichWolkenDingens-Synchronisation und keine Fotos von damals.

Nur die frisch importieren oder geschossenen Fotos landen bei Apple auf dem Server. Die Fotos werden genau einmal pro Empfangsgerät gepusht und dann dort gespeichert, nicht in Echtzeit synchronisiert. Nach einem Monat löscht Apple die Fotos vom Server.

Ansonsten haben die Server bei Apple ja anständige Hardware, IBM POWER, SUN SPARC, nicht der billige Intel-Schrott für die Kunden. Da wird das auch mit Millionen kklappen.

Ja, du hast falsche Vorstellungen

Ansonsten haben die Server bei Apple ja anständige Hardware, IBM POWER, SUN SPARC, nicht der billige Intel-Schrott für die Kunden. Da wird das auch mit Millionen kklappen.

Das ist mal wieder Bullshit.
Deine weltfremden Ansichten sind zum schreien.
Google setzt z.B. auf x86-Hardware.
http://www.golem.de/0904/66272.html

Ohjee

Es ist bekannt, dass Google bei den Suchmaschinen-Servern auf x86 setzen (oder glaubst Du ernsthaft, das wäre eine neue Information für mich?). Das ist noch nicht einmal richtige Server-Hardware und wird in der nächsten Runde von ähnlicher Hardware mit ARM-CPU ersetzt werden, womit Google dann Milliarden an Energiekosten einsparen wird. Ob sie dieses Hardware auch für die Cloud-Dienste (Google Docs), welche sie an Unternehmen verkaufen, verwenden, ist zu bezweifeln.

Apple setzt in seinen Datencentern aber auf anständige Server-Hardware auf POWER- und SPARC-Basis (u.a.). Da haben wohl Leute mit zum schreien weltfremden Ansichten die Planung gemacht.

Weltfremd (oder inkompetent)

Weltfremd (oder inkompetent) ist es zu glauben, dass x86 nichts taugt.
Apple nutzt z.B. auch HP-Kram (x86) im Datacenter: http://blog.fosketts.net/2011/06/06/datacenter-equipment-apple/

HP und x86

Vielleicht die suuuuuuper SuperDome's ?

Die mir den suuuuuuuper Itanium-Prozessoren ? Wo man total suuuuuuper neue suuuuuuper Itanium-Prozessoren reinstecken kann, nur leider nicht so viele und wenn dann muss die Kiste erst mal vom Netz ?

Wo HP gerade Oracle verklagen muss, damit sie die suuuuper Architektur noch unterstützen ?

Die ?

Ja,

auch HP-Kram mit x86ern. Für niedere, nicht missionskritische Aufgaben, wo Zuverlässigeit nicht sonderlich weit oben auf der Prioritätenliste steht, wie z.B. den Webserver für die Login-Seite, reicht auch x86-Hardware.

Google begründet die Entscheidung für x86-Hardware auch so: Da es der Dienst nichts kosten soll, muss die Hardware billig sein. Die Hardware muss nicht besonders zuverlässig sein, da der Dienst nichts kostet.

P.S. Was läuft alles im Apple Datencenter: http://www.mcnix.de/?q=geruechte-vor-ces-fieber-no-1#comment-1352

Zumindest keine Apple Hardware

Man hat ja die XServe rechtzeitig eingestellt, damit man nicht aus Prestige-Gründen MacOS X Server einsetzten musste. Das Gerüchte dürfte kein kompletter Scherz sein.

Googles Hardware als Billig-Kisten hinzustellen dürfte sehr weit in eine falsche Richtung führen. Google läßt die Hardware nach eigenen Vorgaben bauen. Da man von Google mal fundierte Aussage über die Zuverlässigkeit von Festplatten und Speichern bekommt, wissen die was ausfällt. Egal wie Google es macht, sie werden es günstig machen, trotz der billigen Hardware prüft Google die Integrität der Daten.

Wenn man es richtig macht, gehen durchaus auch missionskritische Datenverarbeitungen auf unzuverlässiger Billigst-Hardware.

Google Hardware

Google selber sagt, dass sie auf x86er setzen, weil sie eine möglichst billigste Lösung für ein kostenloses Produkt brauchten. Für anständige Hardware reicht das Geld nicht, das mit der Suche gemacht wird.

"Mainstream servers with x86 processors were the only option, he added. "Ten years ago...it was clear the only way to make (search) work as free product was to run on relatively cheap hardware. You can't run it on a mainframe. The margins just don't work out," he said."
http://news.cnet.com/8301-1001_3-10209580-92.html

Bei MobileMe hat Apple wohl noch auf Intel-XServes gesetzt, so zuverlässig, wie das lief.

Intention?

Ich bin, ehrlich gesagt, etwas überrascht, über Intention Google als Nutzer von billigster x86er Hardware hin zu stellen, deren Suchergebnisse deshalb Fehlerbehaftet sind.

Eure Aussagen zum Vergleich zwischen den Anfängen von Google und der Notwendigkeit damals billige x86er Hardware ein zu setzen und den heutigen Gegebenheiten ist doch ziemlich abwegig. Natürlich konnte das Startup damals keinen zig-Millionen teuren Mainframe kaufen. Und der wäre damals auch ungeeignet gewesen.

Richtig ist, das auch Google heute noch billigste x86er Hardware einsetzt. Aber eher Komponenten. Sieht man sich das 2009er Board an, das ist ein Dual-Soket Board mit 8-Dimm-Slots die alle besetzt sind. Und natürlich benötigt Google keine Peripherie ausser Netzwerk. Ja, Google kann auch günstige Komponenten zurück greifen. Die Effizienz kommt aber durch das Design der Container, die vorgefertigt werden. Und vor allem in der Überwachung der Komponenten, die Google wohl weit intensiver betreibt, als andere. Die es Teilweise auch nicht nötig haben, weil die Fehlerkorrektur dort bei den Chips greift. Trotzdem haben beide Fehlerüberwachung.

Googles Wissen, wie man solche Container baut und in Betrieb hält, ist wohl eine Basis und ein Teil des Betriebskapitals. Und dann ist der Container durchaus vergleichbar mit einem Mainframe.

In dem Sinn muss ich dann doch sagen, das Googles Hardware doch wohl sehr anständig ist.

Sparen ist teuer

Das lustige ist ja, dass genau solche Leute dann wenn's kritisch wird und die Lösung skalieren muss plötzlich mit ihrer ach so preiswerten x86-Hardware dem Problem so viel Blech hinterherwerfen müssen (was ab einer bestimmten Grenze auch nix mehr bringt), dass sie mit einem Mainframe - der die Workload nebenbei mit einem müden Lächeln wuppt - deutlich besser fahren würden. Aber am Anfang lief's noch super.

Naja, von mir aus.

^^

Als wenn es Google sich leisten kann, wenn Google-Suche oder sonstige Dienste wie Googlemail ausfällt...
Das ist absolut blödsinn:
x86 kommt auch in kritischen Bereichen zum Einsatz, wie man zu genügend im Enterprise-Bereich sieht. Wegen so dämlichen und inkompetenten Bemerkungen kann man dich nicht ernst nehmen (und die Leute, die so etwas hier unkommentiert einfach stehen lassen auch nicht).

Google Ausfälle

Es ist ja nicht so, dass die Google-Suche und sonstige Dienste wie Googlemail nicht schon das eine oder andere mal ausgefallen wären. Trotz der geilen x86-Hardware.

Und was passiert

wenn ich auf meinem iPhone Photos mache, sie in die Wolke beame und mir nach 5 Wochen ein iPad kaufe ? Muss ich dann nochmal beamen ? Oder macht Scotty das für mich ?

Oder wenn ich auf meinem iPhone iDokumente oder iMails lösche, die ich auf der iCloud aber noch habe, während diese gleichzeitig auf dem iPad von meiner iFreundin bearbeitet werden ?

Und die Server sind nicht das Problem, aber die Netze. Die gehören soweit ich weiss (noch) nicht Apple, aber da müssen die iDaten rüber.

Was passiert (soweit ich das verstanden habe).

Wenn Du auf Deinem iPhone Fotos machst und Dir nach 5 Wochen ein iPad kaufst, dann landen die Fotos nicht automatisch auf dem iPad. Denn, wie gesagt, nur neu gemachte Aufnahmen oder neu importierte Fotos gehen in die iCloud und auch nur für 30 Tage.
Wenn Du einen PC hast, kannst Du die Fotos vom iPhone über iTunes mit dem iPad synchronisieren. Hast Du keinen PC kannst Du beim Einrichten des iPads die Fotos aus dem Backup des iPhones in iCloud auf das iPad holen.
Solange die Fotos noch bei den Aufnahmen sind (also nicht in ein anderes Album einsortiert) kannst Du das iPhone auch direkt (bzw. über das Camera Connection Kit) an das iPad anschließen. Das iPhone verhält sich wie eine Standard-Digitalkamera (das iPad ebenfalls).

Dass Du und Deine Freundin gleichzeitig an iDokumenten arbeitet, ist nicht vorgesehen. Deine Freundin sollte schon einen eigenen iCloud-Account haben. Einen eigenen E-Mail-Account hat sie ja sicherlich auch ("iMails" gibbet nicht, Mails in iCloud sind Standard-IMAP).
iCloud ist für iOS-Geräte gedacht (der Mac darf höchstens partizipieren), also eine Single-User-Lösung.

Wenn Du aktivierst - deaktivierst - wieder aktivierst, musst Du die Dokumente, die sich in der Zeit der Deaktivierung geändert hast, manuell abgleichen. Oder Du machst nach der Reaktivierung noch eine Änderung, dann werden alle Änderungen gepusht. (Außer bei Kalendern und Kontakten, das werden beim Dektivieren die Datenbanken aus iCloud gelöscht und beim Reaktivieren weder hochgeladen. Kontakte und Kalender sind eh Standard-CalDAV und -CardDAV.)

Ich verstehe iCloud von der Funktion her als eine Art IMAP für andere Dokumenten-Typen. Auf dem einen Gerät schreibst Du eine Mail, sicherst Sie als Entwurf. Auf dem anderen Gerät öffnest Du den Entwurf, ergänzt den und verschickst die Mail. Funktioniert mit jedem E-Mail-Programm außer M$ Outlook.

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.