Pre³, Veer und TouchPad - Update

Eine gemischte Platte, mit Fisch und Fleisch. Aber leider nichts Hinreisendes. Rubinstein hat das Pré geschrumpft und zum Veer gemacht, Pre³ kommt später, das TouchPad wohl auch erst nach dem iPad2. Insofern: Setzen, 6, Chance verpaßt.

Es wird nicht einfach werden, die soliden Geräte im Markt durchzudrücken. Von allein wird es nicht passieren. Das Veer positioniert sich als Mini-Smartphone ohne funktionale Einschränkungen. Ob die Kunden das annehmen? Es könnte klappen, nicht alle hängen am Retina-Display des iPhones und gegenüber anderen Smartphones kann das Veer mit der Größe vielleicht durchaus mithalten. Dürfte so ziemlich das kleinste Smartphone sein, dass GPS und Navigation bietet. Ob es funktioniert? Einige geben dem Veer als Zweit-Smartphone durchaus Chancen. Vielleicht als Gerät an der Seite des TouchPads.

Das Pre³ ist eine schöne Evolution des Pré, höhere Auflösung, schnellerer Prozessor. Neue webOS Version. Besseres Keyboard. Durchaus auf der Höhe des iPhones. Da muss der Inhalt entscheiden. Mal sehen, ob HP das hin bekommt. Als Business-Phon vielleicht eher gegen die RIMs positioniert? Man muss ja auch mal betrachten, dass es nicht nur iPhones gibt, BlackBerrys und Androids werden ja auch verkauft, auch von denen kann man Marktanteile holen. Vielleicht eher als von Apple, aber hier geht es über den Preis.

Dann kommt noch das TouchPad. Mal sehen, was Apple zum "Pad" Bestandteil des Names sagt. Sollte aber aufpassen, IBM hatte mal das WorkPad im Programm, als Apple den Newton verkaufte. Noch steht der Einsatz eines Dual-Cores ARM Chips heraus, dürfte im Sommer 2011 aber eher der Normalität entsprechen. Viel Arbeitsspeicher, scheinbar benötigt webOS 3 mehr davon? Der Rest der Hardware ist, was Apple als Standard definiert hat und was der Markt her gibt.

Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen webOS Geräte ist zwar nett, aber das Alleinstellungs-Merkmal ist im Sommer eventuell schon passé, wenn Apple oder Google nach legt. Software ist schnell geschrieben. Viele Dinge, die webOS 3 auf dem TouchPad zusammen bringt, erinnern mich an Mac OS (ohne X). Egal, was man wo macht, es ist in anderen Apps nutzbar. Und auf andere webOS Geräte übertragbar. Insbesondere die Integrationsdichte für das Soziale Netz, aka social net mit Facebook, Twitter, Flickr und Co. ist beängstigend. Würde webOS ohne den Kram auch funktionieren?

Die Zusammenarbeit mit Amazon steht in den Kinderschuhen. Es gibt zwar den Kindle für webOS, das funktioniert im Moment letztendlich nur für Englisch-sprachige Bücher. Musik kommt, wie könnte es anders sein, über einen Store, dem von Amazon. Scheinbar sind CDs und das transferieren der FLAC-Dateien kein Thema mehr. Unterstellen wir mal, das Filme wohl früher oder später auch per Amazon kommen. Games kommen von Dreamworks und anderen.

Touch-To-Share ist Cool, die Frage wurde aber nicht beantwortet, wie es funktioniert. NearField Technik? Wie erkennen die Geräte, dass Sie sich berühren? Egal, solange es funktioniert?

Da webOS ja auch in Druckern kommen soll, auf Laptops und Desktops, darf man eventuell einiges davon erwarten? Apropos Drucker. Es sollen Druckertreiber für Netzwerk und Wireless-Drucker im System vorhanden sein. Ob man Apples cups integriert hat?

HP webOS steht mal wieder am Start, wie damals Palm. Die Hardware ist da und auf dem Stand der Technik. Das Betriebssystem ist gut und hat Potential. Erste Apps sind da, erste Inhalte sind da. Damit ist erst der Anfang geschafft, Rubinstein und HP stehen nun vor der weit schwierigeren Aufgabe, das Angebot an Inhalten und Programmen schnell und stetig zu erhöhen, auch wenn der Markt das ganze noch nicht honoriert. Den Marktanteil wird man nur erringen können, wenn man gegen Google und Apple entgegen hält. Und da man Nachzügler ist, wird das kein Selbstläufer, da wird man investieren müssen. Und wie schnell eine Firma die Lust am Produkt vergehen kann, dafür steht Microsoft mit KIN in einer Parade-Rolle. Was allerdings wirklich weh tut, dass die Produkte nicht etwas jetzt bereits verfügbar sind, sondern erst im "Sommer", was eventuell auch erst Ende August oder gar September bedeutet? Bis dahin überschwemmt eine Armada an Android Paddles den Markt um Apples iPad 2 Marktanteile zu klauen. Niemand wird warten, bis das TouchPad lieferbar ist.

Das HP auch massive Fehler macht, zeigt sich nach der Präsentation. Als langsam heraus kam, dass HP keinesfalls webOS 2 für die alten Palm Geräte wird anbieten wird. Angeblich, weil die Hardware das nicht mit macht. Das klang vor einigen Monaten noch ganz anders. Mehr dazu bei: www.precentral.net
Wer sich die Kommentare zur Meldung No major webOS OTA Updates to Pre, Pre Plus, Pixi, Pixi Plus - Updated: none at all durch liest, dem wird schnell klar, dass HP am 9.2.2011 mehr Kunden verloren hat, als gewonnen. Dort werden schon Pläne zu einer Class-Action gemacht, weil Palm den Kunden Adobes Flash versprochen hatte, das mit webOS 2 kommt.

Wer sich trotzdem noch die Präsentation ansehen möchte:

Etwas hab ich noch zu Bemerken. Die Basis des ganzen ist zumindest in einer Hinsicht anders: webOS läuft auf einer breiten Basis an Bildschirmgrößen. Von den 320x400 Bildpunkten des Veer über die 480x800 des Pre³ bis hin zu den 1.024x768 des TouchPad. Mal sehen, ob das mit 320x400 funktioniert. Die 320x480 des Pré (Plus) sind ja leider gestorben.

Update

Bei PreCentral häufen sich die negativen Kommentare zu HP und der Weigerung webOS 2.x für die alten Palm Pré und Pixis heraus zu bringen. Es gab ganz klar die Aussage, das webOS 2.0 für diese Geräte kommen wird, zusammen mit Adobe Flash. Im Grunde wurde die längst überfällige Auslieferung von webOS 2.x für diese Geräte am 9.2.2011 erwartet, da webOS 2 ja schon länger auf dem Pre² läuft, das seit einigen Monaten in Frankreich verkauft wird. Die Enttäuschung ist groß, das vertrauen in webOS und HP weg. Was die Community von HP denkt, sehen Sie hier (Achtung: Trotz Filter ausfällige Sprache):

Oder er hier:

Kommentare

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Wer den Leo holt

..... wird angepisste Kunden erben.

Tja, Herr Apotheker, der es ja dank seiner überlegenen Kunden-Orientierung (er ist ja ein Vertriebler....) bekanntlich fast geschafft hätte, sogar die SAP an die Wand zu fahren (was ja im Prinzip so gut wie komplett unmöglich ist, aber Leo hätt's fast gepackt) macht jetzt bei HP da weiter, wo er bei SAP aufgehört hat, bevor die Walldorfer dann die Notbremse gezogen haben, weil die SAP-Abhängigen ääääääähhh Kunden für SAP-Verhältnisse ja fast das gemacht hätten was die Ägypter derzeit in Kairo veranstalten. Und so macht man bzw. Herr Apotheker das halt, wenn's die Leut nicht bezahlen wollen, dann gibt's Druck bzw. dann müssen sie halt gezwungen werden.

Wie es solche Pfeifen immer wieder schaffen, in solche Positionen zu kommen ist mir ein Rätsel. Immerhin hat er's bei HP jetzt schon nach ein paar Wochen geschafft, die Kunden komplett zu vergrätzen, bei SAP hat er da Jahre für gebraucht.

Wieso finden solche offensichtlich kompletten Versager immer wieder einen Arbeitgeber, der ihnen für ihr Versagen auch noch so viel Geld in den ...... bläst ? Ich versteh's nicht.

Naja. Iss wohl so.

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