Was steckt in Freescales Open Desktop Workstation?

"Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul" - PPCNUX war trotzdem so frei, die Innereien der Maschine unter die Lupe zu nehmen.

Nachdem Genesi vorletzte Woche auch in USA auf Freescales Embedded Connectivity Summit (ECS) die Trommel für PegasosPPC Systeme rührte und für Gentoo-Linux 10 ODW gestiftet wurden, zeigen wir unseren Lesern, woraus das Komplettsystem aufgebaut ist.

"Wo ist mein T-Shirt?"

Während der Amiga Fanclub auch weiterhin auf seine Textilware warten muss, erfreuen sich Genesis und nun auch Freescales Kunden einem stetigen Strom an Qualitäts-T-Shirts um ihre Unterstützung für das System zum Ausdruck zu bringen und im bevorstehenden Winter nicht zu erfrieren...

Die ODW kommt in einem AOpen H360A Slim-Gehäuse in Computer-beige, welches durch zwei etwas schrägstehende Front-Panele in einer Art Metallic-anthrazit und MorphOS-blau hinter Plexiglas aufgelockert wird. Es existieren drei Klappen in symmetrischer Konfiguration. Die Bedienelemente bestehen aus einem Auswurfknopf für das Combo-Laufwerk, einem Resettaster und einem größeren Anschaltknopf. Das Gehäuse ist tiefer als breit bzw. hoch und es läßt sich als Desktop oder Minitower aufstellen. Hierzu werden vier Plastikfüße mit einfacher Schnappmontage bereitgestellt, die das Ändern der Konfiguration besonders einfach gestalten - sogar auf den Kopf kann man den Minitower stellen.

ODW with T-shirt - front ODW with T-shirt - back

Die Schnittstellenauswahl an der Rückseite der ODW besteht aus (von oben nach unten und links nach rechts):
Gameport, Audio Ausgang und Eingang, Mikrofon-Eingang, PS/2 Maus und Tastatur, Gigabit Ethernet, 2x USB, Fast Ethernet, 2x Firewire, Parallelport, serielle Schnittstelle und S/PDIF optischer Soundausgang. Als Erweiterungskarten passen nur solche mit halber Höhe. Hier besitzt die ODW einen Grafikadapter mit TV Ausgang, DVI-I Schnittstelle und VGA Ausgang.

Eine interessante Perspektive ist sicherlich die Gehäusevorderseite zum Vergleich auf das Chassis gestellt. Die beiden linken Klappen werden durch den Widerstand einer Blattfeder auf- bzw. zugehalten. Der erste Schacht ist für ein 3,5 Zoll Laufwerk vorgesehen, das auch von außen erreichbar sein soll (z.B. Floppy oder MO-Laufwerk). Die Innenblende kann jedoch entfernt werden, um größeren Laufwerken Platz zu bieten. Direkt darunter finden sich hinter einer weiteren Klappe Aussparungen für zwei Klinkenbuchsen und USB. Wenn wir diese Anordnung mit dem Chassis vergleichen, fällt auf, dass neben den Sound Ausgang und Mikrofon Eingang (z.B. für ein Headset) noch eine weitere Aussparung existiert - hier hätte man Firewire nach vorne führen können. Obwohl der Pegasos tatsächlich eine interne Firewire Schnittstelle besitzt, die geradezu prädestiniert für eine solche Anwendung wäre, wurde die kleine Schnittstellenplatine nicht mit einem Konnektor bestückt. Bei den USB Schnittstellen ist zudem ausschließlich die untere belegt, da die vierte USB Schnittstelle der VIA VT8321 Southbridge spezifikationsgemäß aber ziemlich unnütz in den AGP Slot verlegt wurde.

Die Blende des 5,25 Zoll Laufwerks wird durch eine Spiralfeder automatisch zugehalten. Auf unserem Foto dient der Feinschraubenzieher lediglich zur Beschwerung, damit die Klappe offen bleibt. Das Gehäuse besitzt hier einen von außen zugänglichen Umlenkmechanismus, der den Auswurfknopf des optischen Laufwerks betätigt. Die ausfahrende Schublade öffnet nun gegen den Widerstand der Feder die Gehäuseklappe, die sich beim Einfahren von selber schließt. Unter dem Laufwerk befinden sich LEDs für Diskzugriff, Betriebszustand und die Mikroschalter für Reset und Netzteil.

Close-up of the ports Disassembled front

In der Halbschrägen entdeckt man jeweils drei Ritzen, die mögliche Montagepunkte für die wechselbaren Gehäusefüße darstellen und eine perforierte Stelle. Zwischen den Gehäuseteilen kann man im Inneren bei genauem Hinschauen ebenfalls diese auffällige Lochung entdecken - dort hat das Netzteil einen weiteren sinnvollen Abluftkanal. Bitte hier keine Getränke auf das Gehäuse stellen...

Nach vollständiger Öffnung des Gehäuses, wofür lediglich zwei Rändelschrauben ("thumbscrews") gelöst werden müssen und das Oberteil nach vorne abgezogen werden kann, begrüßt uns das Pegasos II G4 Mainboard. Das Gehäuse ist in drei Zonen aufgeteilt, der Platz für ein micro-ATX Board, das Netzteil und die Laufwerke. Das geregelte Netzteil kommt ebenfalls von AOpen und leistet 250W. Es besitzt einen Schiebeschalter für 110V oder 230V Betrieb und keinen eigenen Netzschalter. Hier muß unbedingt darauf geachtet werden, den landestypischen Standard zu wählen.

Venting holes for PSU Top removed

Ein Vorteil ist bei der ODW die passiv gekühlte Grafikkarte, jedoch wurde der VGA Ausgang per Flachbandkabel so verlegt, dass alle PCI Slots unbenutzbar werden. Welche Bewandnis dies hat, wird nicht ganz klar. Bei dem optischen Laufwerk handelt es sich um ein DVD/CD-RW Samsung SM-352NEN Combodrive, welches 1,2A aus der 5V und 1,5A aus der 12V Schiene aufnimmt.

Nach Lösen von zwei Schrauben läßt sich die Laufwerkslade nach oben wegklappen, darunter kommt die Festplatte in einem separaten Käfig zum Vorschein. Die Grafikkarte ist eine low-profile Powercolor R92LE-C3S mit 200MHz Radeon 9200SE und 128MB DDR333 RAM. Das einseitig bestückte 256MB DIMM scheint eine OEM Marke zu sein und läuft im Pegasos mit DDR266 Geschwindigkeit.

A look inside Easy access to the drives

Eine weitere Schraube losgedreht und schon kommt man an die Festplatte heran, die auf dem Kopf montiert wird. Die 40GB Seagate Barracuda 7200.7 ST340014A ist zwar sehr klein für die heutigen Verhältnisse, jedoch recht schnell und die leiseste ihrer Klasse - laut c't nur 0,3 Sone im Leerlauf und 0,4 Sone beim Zugriff! Sie benötigt regulär 0,72A aus 5V und 0,35A aus der 12V Versorgung.

Erweiterbar ist die ODW mit zwei 3,5 Zoll Laufwerken, oder - und jetzt kommt die Spezialität des Gehäuses - mit einem weiterem 5 1/4 Zoll Laufwerk. Dies mag notwenig werden, um DVDs zu brennen oder on-the-fly Kopien zu erstellen. Dazu zieht man einfach das Mittelteil des Montagekäfigs hinaus und steckt es umgedreht wieder hinein. Dann noch die Schutzbleche vorne mit einer Schraube gelöst und das quadratische Blechteil heraus und schon ist der Umbau fertig. Die mitgelieferten Rundkabel mögen jedoch nicht unbedingt dafür passen, das eine steht aufgrund des ungewöhnlichen Festplattenanschlusses auf dem Kopf und das andere scheint etwas kurz, um ein weiteres Laufwerk parallel anzuschließen.

HD removed On-the-fly reconfiguration for second CD drive

Wieder zurück beim Mainboard sieht man den simplen und doch genialen Verriegelungsmechanismus der Erweiterungskarten. Ohne Schrauben steckt man einfach eine Plastikklammer ein, die alle Karten auf einmal verriegelt. Der große 9cm Lüfter des Netzteils liegt sehr günstig und saugt die erwärmte Luft von der Prozessorkarte weg. Der kleine Erweiterungssteckplatz für die zweite Gigabit Ethernet Option ist jedoch direkt vor dem Lüfter platziert und es steht zu befürchten, dass beim Einsatz dieser Karte ein Teil des Luftstroms blockiert wird. Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch die RAM Sockel. Die Riegel sind wegen der nah herangeführten Lüfterbox gerade so zu öffnen, dass ein Austausch der Speichermodule möglich ist. Auf dem Bild ist die Klammer eines Sockels jedoch durch das Gitter des Netzteillüfters eingedrungen und kann ihn beim Laufen behindern. Hier also darauf achten, dass dies nicht geschieht!

In der Nahaufnahme mit ausgebautem Netzteil und G4 Karte sieht man noch einmal gut den kleinen Erweiterungssteckplatz und den Verwendungszweck des Pegasos Boards:
DUAL PPC
Leider gibt es bis jetzt noch keine entsprechende Prozessorkarte, dabei sind die 7447A momentan mit 145,53USD sehr günstig und würden als Doppelpack nach "N" Spezifikation mit 2x 8W etwa genau soviel Strom verbrauchen wie der derzeit verwendete einzelne 7447 "L" mit ca. 15,8W!
Ein Widerstand vor dem ATX Stromstecker ist etwas schief aufgelötet, das tut der Funktionalität des Boards jedoch keinen Abbruch.

A look at the board Pegasos means Dual-PPC

Das Herz des Systems: Marvell Discovery II MV64361 und der G4 mit 1000MHz unter dem Aluminium-Kühler mit integriertem Lüfter. Das bplan "b" ist zwischen der Batterie und CPU Karte zu sehen.

Zuletzt eine Aufnahme der CPU mit demontiertem Kühlkörper. Hier hat bplan dazugelernt und spendiert dem Chip einen Abstandshalter und etwas Wärmeleitpaste. Die erste Generation der G4 Pegasos II musste noch mit einer einfachen Kupferfolie auskommen, die auf die Unterseite des Kühlers geklebt war und keine weitere Kontaktpaste besaß. Einen Schutz vor Verkanten und damit der Gefahr eine Ecke des Dies abzubrechen gab es damals auch noch nicht. Diverse AMD Prozessoren sind dadurch schon eines vorzeitigen Todes gestorben, wie eine spezielle Webseite anschaulich dokumentiert. Den CPU Takt oder Busteiler kann man hier leider nicht per Hand einstellen, dies scheint durch SMD Widerstände fest kodiert worden zu sein.

The heart of the system MPC7447 with heatsink removed

Die ODW ist kein lautes System, jedoch düfte sie ruhig noch 2 Nuancen leiser sein. Hierfür kommt uns gut zupass, dass die CPU Lüfter-Kabel nicht mehr direkt verlötet sind, sondern einen kleinen Stecker besitzen. Um den Lüfter langsamer drehen zu lassen, der mit der Standard-12V-Versorgung nicht einmal handwarm wird, kann man einfach eine 7-Volt Modifikation basteln. Hierzu zieht man den Lüfterstecker senkrecht von der CPU Karte ab und kann nun mit Hilfe eines Feinschraubenzieher o.ä. die beiden Plastiklaschen aufhalten, so dass man die Kabel mit den Kontaktschuhen herausziehen kann. Nun nimmt man einen freien Laufwerksstecker des Netzteils und steckt das Ende des roten Lüfterkabels in die Metallbuchse beim gelben (+12V) Stromkabel und das Ende des schwarzen Lüfterkabels in die Buchse des roten (+5V) Stromkabels. Wenn die sichere Fixierung gewährleistet ist und die blanken Enden isoliert wurden, läuft der CPU Lüfter beim nächsten Anschalten mit 7V und damit reduzierter Drehzahl. Das zuverlässige Anlaufen sollte auf jeden Fall vor dem Schließen des Gehäuses überprüft werden!

Hier hätten wir natürlich eine Passivkühllösung bevorzugt, an der bplan schon geraumer Zeit arbeitet, um die Vorteile des PPCs so richtig zur Geltung zu bringen. 1GHz mit Lüfter ist nichts besonderes in der Computerwelt, jedoch schaffen dies die wenigsten nicht-PPC Systeme mit Passivkühlung. Ein weiteres gewichtiges Argument ist die Ausfallsicherheit. Der provisorische Lüfter der ersten Serie machte schon nach etwa drei Monaten mit lautem Geheul oder Schwierigkeiten beim Anlaufen auf sein baldiges Ableben aufmerksam, was bei Ignoranz zu einer Hitzeschädigung der CPU hätte führen können. Der Austausch erfolgte gegen einen Titan TTC-CUV2AB/LD2 Kupferkühler mit zwei blauen LEDs, der jedoch auch erst nach Spannungsdrosselung in annehmbarer Lautstärke läuft.

Modified Pegasos G4 card Copper cooler on G4 card

Ein komplettes Review des Systems mit der installierten Software würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Deshalb begrenzen wir uns nachfolgend auf einige interessante Beobachtungen.

Nach dem Anschalten und einiger Wartezeit gerät man in das Bootmenü, was sich jetzt auch mit USB Tastatur bedienen läßt, mit den Optionen MorphOS, Debian Linux mit verschiedenen Kernels oder ein älteres Yellow Dog Linux zu booten. Das offizielle YDL4 Board Support Package war zum Auslieferungszeitpunkt Ende September 2004 noch nicht komplettiert. Linux bootet in eine 640x480 Standardauflösung auf dem Gnome Desktop. Verschiedene Applikationspakete wie Openoffice, Ximian Evolution, Entwicklungstools oder auch Benchmarks wie LMBench sind vorinstalliert. Der Autor dieses Artikels schaffte unbeabsichtigt auch unter Linux ein Programm zum Absturz zu bringen. Der Dateifinder ließ sich jedoch ohne Schaden aus dem System entfernen und wieder neu starten.

Genesis eigenes MorphOS ist wie bereits erwähnt ebenfalls vorinstalliert*. Die Einstellung einer passenden Auflösung von 1280x1024x85Hz gestaltete sich etwas schwierig, da die Screenmodeliste (und andere) anscheinend einen Bug haben, der ab einem bestimmten Menüpunkt den Hintergrundfarbverlauf schwarz - mit schwarzer Schrift - werden läßt. Nachdem dies endlich bewerkstelligt war, fällt auf, dass die Bildqualität subjektiv unter der einer Voodoo 3 3500TV liegt. Dies verwundert bei einer günstigen Karte, wo der VGA Anschluss über ein Flachbandkabel herausgeführt wird nicht unbedingt. Anders als Linux scheint MorphOS nicht mit einem DVI-I auf VGA Adapter (nicht mitgeliefert) umgehen zu können, mit dem wir den primären Grafikkartenausgang testen wollten - beim Booten des OS wird kein Bildschirmsignal mehr geliefert.

Durch die neue Firmware, die normalen Pegasos Kunden noch nicht zur Verfügung gestellt wurde, konnte eine etwa 10%ige Verbesserung bei der Zugriffszeit und dem Speicherdurchsatz erreicht werden. Trotzdem liegt sie mit 176ns zumindest 50% höher als man es von Apple Systemen wie dem G4 iMac gewöhnt ist. LMBench mißt eine Lese- und Schreibperformance von 244 bzw. 491MB/s, was dem theoretischen Limit von 1064MB/s nicht ansatzweise nahekommt. Wir wollten untersuchen, ob anderes RAM einen Unterschied macht und wählten dafür das doppelseitige MDT512-400-16 Modul mit 512MB DDR400 CL2.5 RAM, das bisher in einem anderen Pegasos seinen Dienst verrichtete. Beim Funktionstest der zwei Module zusammen fiel jedoch ein ernstes Problem auf - Linux konnte nicht dazu bewogen werden zuendezubooten und MorphOS ließ sich zwar starten, das memtest Programm zeigte aber jedesmal Fehler im Speicher an. Um die Datenintegrität nicht zu gefährden, wurde das OEM Modul entfernt. Nun lief wieder alles perfekt und Fehler wurden erwartungsgemäß nicht gefunden. Die Qualität des Standard Speichermoduls scheint nicht sonderlich hoch zu sein, mit dem neuen DIMM zeigte der STREAM Test eine durchschnittlich 6% höhere Speicherperformance auf - obwohl beide mit 133MHz Basistakt synchron zum CPU Bus laufen.

MorphOS hat im ODW Paket einige interessante Sachen vorinstalliert. Altivec Unterstützung fällt zwar nicht in den Bereich, aber mit der MiamiDX Demo kann man zumindest Kontakt über ein Netzwerk aufnehmen und TVPaint oder das BurnIT3 Beta CD/DVD-Brennprogramm sind ein willkommener Bonus. Natürlich darf das MorphOS SDK auf einer Entwicklermaschine nicht fehlen.

Der Festplattendurchsatz ist mit 58,4MB/s sequenziell und 89,2MB/s für Transfers des selben Sektors (aus dem Plattencache) über das ATA100 Interface erstaunlich gut. Der Lieferumfang des Systems wird durch eine Logitech Cordless Access Duo Maus-/Tastaturkombination abgerundet (mit amerikanischer Belegung).

Bei viel Licht gibt es auch etwas Schatten - die Open Desktop Workstation wird jedoch in jedem Fall ihre Rolle als Entwicklungsmaschine gut erfüllen können und wir freuen uns schon jetzt auf die vielen wertvollen Programme, die dank Freescales großartiger Unterstützung mit der Pegasos Plattform entwickelt werden.

Freescale ODW Entwicklungsmaschine
Dokumentation und Ressourcen
Pegasos Homepage

*Was gleichzeitig bedeutet, dass es für die installierten Betriebssysteme und Software kein Äquivalent oder auch nur Rettungsdisks auf DVD gibt - zerstört man sein System, ist man ziemlich aufgeschmissen.

Kommentare

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Re: Was steckt in Freescales Open Desktop Workstation?

Der eine USB port auf dem AGB-Anschluss ist besser als viele sagen.

Es gibt eine Reihe guter Monitore (z.B. SONY) die USB Anschluesse haben. Dadurch kann man dann z.B Tastatur oder Maus an den Monitor anschliessen.

Gruss

Gunnar

Re: Was steckt in Freescales Open Desktop Workstation?

Über welche Schnittstelle wird das denn zum Monitor geführt?

Ich hatte zuerst einen LG 915+ und der hatte eine zusätzliche Strippe von der normalen USB Schnittstelle zum Monitor, mit der es nicht nur einen 4-Port Hub gab, sondern man auch die Monitoreinstellungen per Software vornehmen konnte.

Der F900P implementiert diese Steuerung nicht mehr, jedoch bleibt die 4-Port Hub Funktion erhalten.

Dazu braucht man also kein USB im AGP, das zum Herausführen zudem einen anderen Stecker als normales DVI-I benötigt. Vielleicht hätte man ein alternatives Routing (per Jumper?) einbauen können, denn so ist der zweite USB Port vorne nie belegt oder man muss sich beim Antec Aria Gehäuse zwischen Multikartenleser und Front-USB entscheiden, welches ich gerne für USB Sticks benutze oder auch für eine Tastatur, die mal eben schnell umgesteckt werden will.

arno

Graphik-Ausgang

Verstehe ich das richtig, Morphos kann den DVI Ausgang der Graphik-Karte nicht nutzen? Ist es denn ein DVI ohne analoge Signale?

Und deshalb nutzt Genesi / bplan den zweiten Graphikkarten Ausgang per Flachbandkabel mit einer VGA-Buchse?

Ich hoffe die Hardware mit BIOS / OpenFirmware kann den DVI-Ausgang schon bedienen und Linux nutzt den hoffentlich auch. Wie sieht den die Auflösung und Qualität unter Linux auf dem DVI-Ausgang aus?

Re: Graphik-Ausgang

zum DVI-Ausgang:

dafür muß man, IIRC ein Tooltype im Grafikkartentreiber eintragen, aber wie man dahin kommen soll, wenn man nur über DVI verfügt, kann ich auch nicht sagen.

Re: Graphik-Ausgang

Das DVI is enabled im Radeon Treiber bei MOS.

Hier wurde aber das Analogsignal genutzt, was eigentlich nicht das Problem darstellen sollte.

arno

Re: Graphik-Ausgang

vieleicht über /proc/device-tree und dann mal suchen.

Allerdings, wie das im Blindflug geht, naja, remote wirds gehen.

Gruss frank

Re: Graphik-Ausgang

Vielleicht einfach einen DVI-VGA Adapter anklemmen, wenn es Not tut. Ihr stelt Euch an wie der erste Mensch auf dem Mond.

Re: Graphik-Ausgang

Bitte erst lesen, dann posten. :-)

Genau das ist es ja, was versucht wurde.

Re: Graphik-Ausgang

Soll das heißen, es gibt kein Signal am VGA Ausgang der Grafikkarte?

Re: Graphik-Ausgang

Es gibt 2 VGA Ausgänge, einmal der über das Flachbandkabel und einmal der im DVI-I Stecker integrierte. Der über das Kabel funktioniert immer, der per Adapter aus dem DVI-I herausgeholte jedoch nur mit Linux (jedenfalls soweit ich das im Moment beurteilen kann).

Ist ein Kabel angesteckt, kann man es nicht mitten im Betrieb an den anderen Ausgang stecken und erwarten, dass ein Bild herauskommt, dies wird jeweils erst nach einem Reset automatisch so konfiguriert.

Ich hoffe ich habe mich nicht zu unverständlich ausgedrückt.

arno

Re: Graphik-Ausgang

Ja und, ich verstehe das Problem nicht? Warum sollte man am DVI Anschluß per Adapter ein VGA Gerät anschließen? Hat man nur ein DVI Gerät, kann man auch das Signal vom VGA Ausgang per Adapter erhalten, der dann auch unter MorphOS läuft, wenn DVI nicht direkt tut. Ist das ein Problem für Linuxer?

Kaffewarmhaltevorrichtung

"In der Halbschrägen entdeckt man ... und eine perforierte Stelle. Zwischen den Gehäuseteilen kann man im Inneren bei genauem Hinschauen ebenfalls diese auffällige Lochung entdecken - dort hat das Netzteil einen weiteren sinnvollen Abluftkanal. Bitte hier keine Getränke auf das Gehäuse stellen..."

Moment, nach den Cup-Holder in den Autos ist das hier die nächste sinnvolle Errungenschaft, der Kaffe-Tassen Warmhalter. Schön das der Pegasos das serienmäßig hat. Ein weiteres, wichtiges Kaufargument. Bei meinem iMac G4 geht das wegen der Halbkugelform und dem mittig im Wärmestrom liegenden TFT-Arm nicht. Beim iMac G5 ist ja völlig tote Hose. Während der iMac G3 dank Röhre und praktischen Griff doch ganz gut umzurüsten war. Danke an Genesi für dieses pfiffige Detail.

;-) Ich konnt's mir nicht verkneifen. Danke Arno für den tollen Artikel, Glückwunsch zum neuen PowerPC Rechner und danke für den Aufhänger.

Re: Kaffewarmhaltevorrichtung

*grins*

Ich dachte der Cupholder ist der ausfahrbare mit dem Loch in der Mitte? O:-)

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