Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

Zur Amiga Show am 2003-12-13 in England, wo es sich hauptsächlich um den Mini-ITX AmigaOne drehte,
sind nun von AmigaOne Productions Aufnahmen in einer akzeptablen Qualität veröffentlicht worden.

PPCNUX fasst unseren Lesern die Ansprache von Eyetechs Alan Redhouse in deutscher Sprache
stichpunktartig und chronologisch zusammen.


  • Eyetech kooperiert eng mit MAI bezüglich der MicroA1 Boardspezifikationen, beide Firmen sind selber nicht
    im Elektronikdesigngeschäft - das Design machen Drittgruppen und wiederum andere sind für die Prototypen und letztendlich
    die Fertigung verantwortlich
  • Sie hoffen auf drei Vorversionen des Boards; bei dem derzeit ausgestellte Board handelt es sich noch um die erste
    Prototypenreihe
  • Der Namenswechsel von AmigaOne Lite zu MicroA1 basierte auf der öffentlichen Wahrnehmung, nachdem es zu sehr nach
    einem abgespeckten Board klang, dass dann niemand kaufen würde
  • Eyetech möchte mit dem MicroA1 in den Massenmarkt eindringen; damit einher geht die Notwendigkeit der Kostenkontrolle
  • Da die SDRAM Preise recht stark fluktuieren, hat Eyetech vor, Ramchips zu kaufen und gleich aufs Motherboard zu integrieren
    um so die Kosten kalkulierbarer zu machen
  • Zusätzlich zum Basisboard, welches die Wirtschaftlichkeit von hohen Stückzahlen im Industriemarkt nutzen wird, gibt es für
    die anspruchsvolleren Nutzer ein Daughterboard mit Extrafeatures
  • Alle neuen Boards werden aufrüstbar mit untereinander austauschbaren CPU Karten sein
  • Für eine Dual-G4-1,3GHz Karte besteht absolut die Möglichkeit, jedoch sind die Prozessoren im Moment noch sehr teuer und
    eine Produktion muss vorher erst wirtschaftlich Sinn machen
  • Das MicroA1 Board ist nicht auf den Amiga Geekmarkt ausgelegt, sondern auf den Massenmarkt und muss dann auch in
    entsprechenden Stückzahlen produziert werden, damit es sich lohnt - hier muss Eyetech Märkte auftun
  • Ein mögliches Abfallprodukt könnte ein DVD Player mit AmigaOne Technik als quasi-Nachfolger des Amiga CD32 werden
  • Die Spezifikationen sind durch den Hauptmarkt diktiert, deshalb soll es auch so viele Prototypen geben - Eyetech möchte
    sichergehen, alles im Vorfeld richtig hinzubekommen. "You can't order 50000 units and find a problem with them!"
  • Anfang Januar sollen 50 Einheiten der nächsten Boardrevision an ausgewählte Entwickler oder andere Leute gehen und zudem
    einen 44-poligen Stecker für Flash Karten bekommen. Letztendlich wird auch ein 12V Netzteil verfügbar werden.
  • AmigaOne-XC (C = compact) als microATX Version wird den AmigaOne-XE (ATX) ersetzen. Da die verwendete VIA 686B Southbridge
    problematisch ist und VIA die Macken und Workarounds hauptsächlich für sich behält, hat man sich mit MAI entschieden, bei diesem
    Board auf das Erscheinen der Articia P Northbridge zu warten, die mit ihren integrierten Interrupt und DMA Controllern die
    Lösung für die Schwierigkeiten mit der auch nicht 100% dokumentierten VIA Southbridge darstellt. Dies erkläre die Verzögerungen
    für diese Boardvariante.
  • Der DVD Player AmigaOne ist derzeit nur eine Attrappe, im ernsthaften Markt würde die Technologie lizensiert werden anstatt
    Player und Board einzeln einzukaufen und dann zu integrieren. Wahrscheinlich wird man jedoch innerhalb von 1 1/2 Jahren noch
    keine Produkte sehen.
  • Einen nochmal höher integrierten "Pico" AmigaOne werden sie also nicht selbst produzieren, jedoch dafür das Know-how/IP
    anbieten, damit andere im Massenmarkt dazu in der Lage sind und es im Konsumentenmarkt anbieten können. Als SuperDVDPlayer
    mit integrierter Heimcomputerfunktionalität sei es gegebenenfalls ein sehr interessantes Produkt und ein Preis von 150 UKP
    vom jetzigen Standpunkt vielleicht noch utopisch, für Produktionsstückzahlen aber anpeilbar
  • IBM habe ein Transaktionsbenchmark laufen lassen, wonach die Transaktionsrate auf der gleichen Hardware 4x schneller als
    unter Linux lief. Dies ist ein wirtschaftliches Argument - eine halb so schnelle CPU für doppelt so hohe Geschwindigkeit. Dies
    ist auch der Grund, warum Eyetech sich mit OS4 im Markt engagiert.
  • Die Grafikkartenlösung für OS4, SciTechs SNAP, wird erst zu LinuxPPC portiert werden, was vermutlich im ersten oder zweiten
    Quartal 2004 abgeschlossen sein wird um es dann um so schneller für OS4 umsetzen zu können
  • Derweil sollen ATI Radeon Treiber von Forefront Technologies als Zwischenlösung einspringen, die jedoch noch nicht releasefertig
    und bugfrei sind, weshalb es bei der angekündigten Auslieferung der OS4 Betas zu Verzögerungen kommt
  • Eine OS4 Verkaufsversion wird nicht vor Mitte des ersten Quartals im Handel erscheinen, da die Vorbereitungen ab Fertigstellung
    der Softwareseite allein schon sechs Wochen dauern (Handbücher, Produktion, Auslieferung usw.)
  • OS4 sei ein Mammutprojekt, 2 Leute und eine Menge Helfer stellen ein komplett neues OS auf die Beine
  • Für diejenigen, die sich beklagen der Preis sei zu hoch, wird ein Vergleich zu den Preisen von ehemaliger Amiga-Hardware
    (PPC Turbokarten) aufgezeigt - in dieser Relation sei der Preis mitnichten zu hoch. Bei den geringen Stückzahlen kann man nicht
    PC Boards als Maßstab anlegen. Es gibt absolut keine Chance, dass die Technologie für 99 EUR produziert werden kann
  • Eyetechs Geschäftsplan bringt schon jetzt nicht wirklich Geld ein, sondern dient nur dazu das Geschäft zu unterhalten.
    Sie werfen Genesi vor, mit einem Dumpingpreisansatz zu versuchen, die Konkurrenz unterbieten zu wollen um den Markt zu übernehmen.
    Es muss einfach ein vernünftiges Geschäft sein und auch Supportkosten mögen berücksichtigt werden
  • Eyetech hat sich aus dem Endkundengeschäft zurückgezogen, um den größeren Rahmen managen zu können
  • Die Einstellung eines Technikers für den kompetenten Support würde mit Nebenkosten 50000 UKP im Jahr kosten, das sei ein
    Anteil von 125 UKP oder 25% am Boardverkaufspreis bei zwei verkauften Boards pro Tag. Eine vernünftige Händlerpolitik und
    Shows müssen auch alles aus dem Projekt bzw. den Verkäufen bezahlt werden.
  • Das Projekt lohnt sich bei 5000 Einheiten, da die Taiwanesische Fabrik nur Aufträge ab 5000 Stück Hardware annimmt, was einem
    Produktionstag entspräche. Wenn man z.B. nur 1000 Boards produziere, spare man also lediglich an den Bauteilen, die auch nur 20%
    des Kundenpreises ausmachen würden. Dazu kommen extensive Tests, die nochmal 20% ausmachen, Versand/Versicherung/Garantie tragen
    5% bei, zusätzlich gibt es noch Kreditzinsen, das Wechselkursrisiko, Shows/Werbung/Sponsoring sind obwohl nicht viel gemacht wird
    mit 5% dabei, Lizenzzahlungen an MAI und Amiga schlagen mit 25% zubuche. Heraus kommt ein Profit von 5%
  • Wie verändern sich die Verhältnisse bei hohen Stückzahlen (wobei 50000 PPC auf mehrere Monate verteilt nicht wirklich viel
    für IBM ist, dort geht man dann eher mit 500000er Bestellungen auf einmal um)? Die Komponentenpreise reduzieren sich schon recht
    gut, jedoch vor allem ist die Produktion an sich zu nennen, wenn die Maschinen 10 Tage durchlaufen können. Die Finanzierungskosten
    wären aufgrund des höheren Risikos vermutlich höher, die Marketingkosten in Relation niedriger und die Lizenzen, die derzeit auf
    geringe Stückzahlen abzielen müssten natürlich völlig neu bewertet werden. Das OS4 würde 3% im Preis sinken und die Händler bräuchten
    aufgrund der niedrigeren Supportkosten, da die Hardware sich bereits bewiesen hat, eine niedrigere Handelsspanne
  • Redhouse hält es für unmöglich, wirtschaftlichen Support für PC zu betreiben. Er ist selber auch zu Apple gewechselt, weil Windows
    einfach nur unmöglicher Dreck sei
  • Alles in allem bringt eine Produktionssteigerung von 5000 auf 50000 Einheiten einen auf insgesamt 60% reduzierten Endpreis!
  • Im Industriemarkt zählt aber nicht nur der Anschaffungspreis, sondern vor allem auch ein "low cost of ownership", in dessen Richtung
    Eyetech den AmigaOne auch vermarkten wird
  • Die Effizienz von PPC und besonders OS4 resultiert in direkter Kosteneinsparung, was Geschäftsgelegenheiten nach sich zieht und
    Profit ergibt
  • Die Prozessoren steigern jährlich 25% ihren Energieverbrauch, in 3 Jahren wird China an seine Energieerzeugungsgrenzen stoßen,
    wenn sie die PPC Maschine einsetzen, werden die neuen Kalkulationen 50 Mrd. Dollar pro Jahr einsparen. Es bietet sich also hier eine
    große, große Gelegenheit Kosten einzusparen.
  • Alan Redhouse verkündete, dass er noch nie jemanden getroffen habe, der dachte PC sei ein guter Gegenwert fürs Geld oder passend
    ausgerüstet für den Verwendungszweck. OS4 ist eine Chance weil es leicht zu verstehen ist, eine elegante Struktur besitzt, die
    Wahrscheinlichkeit für Fehler geringer ist und mit seiner switch-on/switch-off Fähigkeit gut für den low-power Markt taugt. Innerhalb
    eines Jahres soll man sagen können, dass dieser Computer passend für den Zweck ist. Man wird Windows nicht verdrängen können, aber
    Linux ist für Eyetech auch nicht die Antwort - die Symbiose aus OS4 und PPC wird die besten Möglichkeiten auftun.
  • Der Amiga hat in den letzten 10 Jahren ein Loch bei der Personengruppe hinterlassen, die noch wusste was auf den Computern genau abgeht.
    Der Amiga Name weckt noch bei vielen gute Assoziationen doch verlassen sie sich nicht nur auf den Namen, sondern haben auch das OS. Auch bei den
    Händlern gab es positive Erfahrungen und Erinnerungen. Eyetech glaubt, dass sie auf genau so etwas warten, was bereits vom Markt verschwunden war.
  • Die Pico AmigaOne Technik soll als Demo herumgezeigt werden, um bei großen Unterhaltungselektronikkonzernen das Interesse zu wecken
    und gleichzeitig damit den Markt für OS4 und darauf basierende Software um Faktoren zu erweitern.

WMV Video
Real Video
MP3 Audio

Show Report 1
Show Report 2 mit Bildergallerien

Kommentare

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

SOWAS NENNT MAN ÖL IN FEUER KIPPEN, oder war es,
WASSER AUF DIE MÜHLEN? ;-)

> ... Sie werfen Genesi vor, mit einem Dumpingpreisansatz zu versuchen,
> die Konkurrenz unterbieten zu wollen um den Markt zu übernehmen. ...

Und wer jetzt wissen will wo das Geld für die Dumpingpreise "mit aller warscheinlichkeit"
her kommen, solte sich die Seite unter der folgenden Adresse mal etwas genauer zu
gemüte füren!

http://www.amiga-news.de/de/news/AN-2003-12-00040-DE.html

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

> ...MAI [...] sind selber nicht im Elektronikdesigngeschäft -
> das Design machen Drittgruppen...

Warum schwärmte dann Ben Hermans erst kürzlich von dem 30köpfigen Design-Team bei MAI unter Leitung von Bill Mueller?

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

hast du eine idee warum ?
Gruss Frank

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

Ja, habe ich: Redhouse erzählt Unsinn.

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

Vielleicht designen die 30 Leutchen nur Chips und keine Boards?
Oder die trinken den ganzen Tag nur Caipirinha.

arno

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

> Vielleicht designen die 30 Leutchen nur Chips und keine Boards?

"Er komme gerade von einem Meeting bei MAI in Fremont und es würden dreißig Personen am Teron arbeiten."
http://www.amiga-news.de/de/news/AN-2003-07-00194-DE.html

Das Posting, in dem er das an den Teron-Designs arbeitende Team von MAI lobt und sagt, daß es unter Leitung von Bill Mueller steht, ist erst wenige Wochen alt, finde es aber momentan nicht.

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

wie kommt der Typ dadrauf, das eine absolute Nischentechnologie, die auch noch properitär ist, aufgrund von reinen Kostenvorteilen sich durchsetzt ? AOS4 ist nicht real-time, ist nicht opensource, ist nicht kompatibel zu irgendwas,
ist nicht support-stark, wenn schon die Anstellung von nur 1 Person (was machen die eigentlich wenn der auf einer Bananenschale ausrutscht ? Wenn der Urlaub haben will (solls ja sogar im UK geben) ?) ein Kostenproblem bringt.
Vieleicht wäre es in Litauen, Estland, Lettland, Polen, Tschechien, Russland, Indien ja auch billiger....als ausgerechnet im Hochlohngebiet des UK ?
Von welchem massenmarkt redet der in verbindung mit aos 4 ?
DVD-Player ? Die gibts ab 50EUR. Komplett. Was ist dann der Mehrwert ? Ein Sony PS 2 gibts mittlerweile für 199EUR. DVD kann man damit auch abnudeln. Die gibts vieleicht bald auch schon für 149EUR.
Ich verstehe die nicht, die anderen aber auch nicht so ganz....aber egal, macht mal.
Gruss Frank

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

Hi Frank

Du kannst AmigaOS dazu bringen, das es realtime ist. kein Problem. :)
Opensource, das war doch, jeder macht das, was er braucht oder zu Lust hat.:)
Ein bezahltes und ausgereiftes OS wie AmigaOS ist da besser. AmigaOS ist auch
heute noch in medizinischen, wirtschaftlichen Bereichen. Selbst die NASA benutzt
noch heute Amigas mit OS3.0 zum starten der Raumschiffe und Überwachung von
Missionen. Es gibt nichts vergleichbares, oder es ist zu teuer.

Ich nutze Amithlon auf dem PC, UAE ohne Hostsystem, ist fast genauso schnell
wie andere Systeme. Im Handling schneller. 68k CPU-Emulation.
Kann gleichzeitig mehrere Videokarten und Soundkarten und Grafikarten (PCI) nutzen.
Du merkst bestimmt, das Du das AmigaOS3.9 von heute kaum kennst. Selbst die
ClassicAmigaOS haben schon PCI. Bekommen dann einen G4 mit AmigaOS4. Oder halt die
Dualprozessorkarten mit dem 604 beim A3k bzw. A4k oder die mit den PPC603 beim A1200.

Was aber nicht erwähnt wurde, ist AmigaDE. Ein OS, welches auf vielen Geräten
und verschiedenen Systemen funtioniert. Handy, PDA u.a. x86 Linux und Windows.
AmigaOS kommt, danach MacOSX so laut Ausagen von Amiga.Inc
Aber nur auf dem AmigaOS läuft AmigaDE in Hochform auf. Mit AmigaDE kannst Du
eine Software ohne Veränderung auf den verschiedenen Geräten oder OS benutzen.

Amiga.Inc liefert auf der Basis von AmigaDE auch Spiele für WindowsCE.
Schaue Dir mal die Hompage von Amiga an, dort findest Du auch ein PDF-Dokument
zu AmigaOS4. Unter AmigaOS. Und Bilder zum AmigaOS4
http://os.amiga.com

MfG Ralf

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

ich gebe dir Recht, ich kenne AOS 3.x nicht. Meine Begeisterug hält sich im Rahmen, da ich in Augsburg die zwangsbeatmeten Amigas gesehen habe. Was der an Performance rüberkam war dürftig. Übrigens : auch Linux ist recht leicht annäherungsweise RT fähig zu machen. Das kann jeder machen, in dem er die scheduler wechselzeit entspr. hochsetzt (d.h. das Intervall erhöht). Anonsten gibt es einiges was man noch drehen kann, ohne den Kernel zu verbiegen.
Ausgereift, sorry, würde ich ein System wie AOS 4 nicht ansehen. Warum ? Wie Alan Redhouse sagte arbeiten die Frieden - Twins dran. 2 Leute. Nochmal : 2.
Auch wenn die beiden Genies sind, sorry, 2.
Des reicht nicht. Respekt vor dem was sie machen.
Nochmal, irre die Leistung, aber ....
Redhouse sprach von professionellen Umgebungen...
welche ? Die Nasa ? Was passiert mit einer solchen Investition, wenn einer, oder beide, was hoffentlich nie geschieht, der Frieden-Twins ausfällt. Die Chance, AmigaOS zu Opensourcen will man ja nicht wahrnehmen. Ein weiteres NischenOS mit satten 2 Kernentwicklern. Weist du eigentlich wieviel Kernel-Hacker SuSE beschäftigt ? In Deutschland und Tschechien (wg. der niedrigen Kosten) ?
Ich habe nicht gesehen bei AOS, dass ein Multi-User Konzept vorhanden ist, um gewisse Prozesse in einem anderem Homeland laufen zu lassen. Ich habe kein Kernel-Space Konzept gesehen, OK, vieleicht bin ich auch nur blind.
Das die Nasa sowas verwendet, glaube ich gerne. Wenn du bei der Nasa nur lange genug suchst wirst eu auch noch irgendwo einen ZX81 finden....der garantiert noch irgendwas irgendwie steuer.
Die ESA verwendet keine Amigas, die Russen auch nicht, die Chinesen auch nicht.
Das PCI vorhanden ist, ist mir nicht entgangen. Das mit etspr. Flickerfixern auch andere Monitore als damals angeschlossen werden können auch nicht.
Von AmigaDE hörte ich, genau wie Amithlon. Soweit ich begriffen habe, setzt Amithlon auf einen Linux-System auf und läuft dort. AmigaDE scheint mir auch nur ein weiterer Emulator. Das es auf Windows-CE läuft ist ja nett, aber ich würde nicht mal meine Kaffeemaschine CE anvertrauen.
Spiele auf CE unter AmigaDE, oho. Na, das wird ja was sein...Halo hm ? Aber andererseits, mich interessieren Spiele nicht so wahnsinnig.
Und wenn, nun ja, ich würde zur PS/2 mit Linux-Kit greifen.
Nochmal, bei dem alten Geraffel, zwangsbeatmet, nutzt du am Ende immer noch die alte Hardware. Das dürfte der Flaschenhals sein. Ich glaube deswegem ist man auch ganz scharf auf ein komplett neues System, wie eben die A1 sowie den Pegasos.
Gruss Frank

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

Hi zusammen, Frank

"zwangsbeatmeten Amigas", der ist gut, das ist auch wirklich nur was für Freaks, denn
letztenendes liefern die bloß noch den Strom :)
Ich hatte meine PPC-karte gegen den X86 mit Amithlon getauscht.
Aber letztenendes, waren diese Konfigurationen zu den damaligen PC oder MAC genauso schnell;)
Und selbst damals hättest Du einen so alten PC nicht so erweitern können, trotz offenen Standards.

Wenn Du Dir Dir mal das von mir angesprochene PDF anschaust, dann wirst Du zumeist lesen,
das dies oder das erweitert oder hinzugefügt wurde. Der Aufbau des AmigaOS ist bedeutend
anders. Sonst wäre es ja nicht so schneller wie Linux. :)
Ein ausgereiftes AmigaOS4 gibt es nicht, das AmigaOS ist in seiner Art, seinem Konzept
ausgereifter wie andere Betriebssysteme. AmigaOS4 ist der erste Schritt um wieder
aufzuschließen gegenüber den anderen Betriebssystemen in punkto Speicherschutz oder
auch CDRW gleich über das OS zu beschreiben u.a. Zumeist wird alles von 68k nach PPC
portiert. Das ROM=512 kbyte groß und die Oberfläche nur 1 MB Bei OS3.. Alles ist viel
kleiner, kein großer Klumpen. ;) Also auch weniger Arbeit, das entwickeln von Pro-
grammen geht hier schneller.

Zum eigentlichen OS3.9, was wir heute haben.
Einige Vorteile wären überragendes Multitasking, hohes Maß an Flexibilität, geringe Nutzung
der System Resourcen und verständlich für den Nutzer. Dort, wo andere Systeme neustarten müssen,
melde ich ab und was anderes wieder an. Datatypes ist stark. Damit wird alles an Filmformat,
Textformat oder Bilder oder was Du programmierst angezeigt. Unterstützt ein Programm diesen
Standard, profitiert es von neuen unterstützenden Formaten oder Verbesserungen. Die Inter-
pretersprache Arexx, womit Programme sich austauschen oder auch Programme geschrieben
werden können. Es gibt einiges, was so verständlich ist beim Amiga, was aber auch heutige OS
nicht bieten. Achja, AmigaOS ist ein Bildschirmsystem. Programme, Spiele können eigene Bildschirme
definieren und öffnen. Multiusersystem kommt noch. Im Prinzip haben wir das aber.
Ich kann über ein integriertes Startmenü die Bootpartion auswählen. Und ich kann Festplatten
durch Passwort speeren. Man kann dann lesen, aber nicht darauf schreiben.

Amithlon nutzt nur den Linuxkernel zum starten und erkennen der Festplatten. Alles andere
sind entweder Amigatreiber oder wird gemappt von Linux. Hardwarezugriff ist Linux, Einbindung
erfolgt über Amigatreiber. Mit Amithlon wird und wurde auch für AmigaOS4 entwickelt.

AmigaDE ist ein kleines, skalierbares Betriebssystem mit binär Cross-Plattform Kompatibilität.

Auf dieser Seite in deutsch kannst Du die sehr guten Erläuterungen zu AmigaDE und der
weiteren Entwicklung lesen. Das Ziel bleibt, aber die einzelnen Schritte haben sich verändert.

http://www.amiga-club.de/aida/techup1.html

MnG Ralf

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

Vielleicht ist das auch etwas ungünstig beleuchtet:
Es gibt leiglich 2 Entwickler in Vollzeit für die Essentials, aber
rund 30 Entwickler (fast alle extern) welche an OS4 entwickeln.
Rund 100 Betatester hängen vor den OS4 Debuggern.
Es sind lediglich keine Fulltime-Jobs.

Natürlich ist das immernoch alles unglaublich wenig Manpower, aber man
kann schon eher glauben, dass sie jemals etwas wie eine
benutzbare OS-Portierung/Weiterentwicklung auf die Beine stellen.

Die alte Harware ist halt alt, outdated, so wie jede alte Hardware
irgendwann. Die interessiert auch bald keinen mehr.
Wenn OS4 mit dem AmigaOne ausgeliefert wird, es sich als einigermaßen
kompatibel, schnell, und flauschig (also 'tauglich') herausstellt,
wird sich der A1 im Amigasektor schnell zum Standard etablieren.

Hoffentlich läßt sich eine ausreichend schnelle Hardwareentwicklung
durch Synergien aus dem Embedded-Bereich & AmigaOS4/LinuxPPC auf dem
Desktop auch auf längere Sicht finanzieren.
So hätten wir alles etwas davon :-)

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

wenn Ralf recht hat, das Potential da ist (zumindest bei Heise-Lesern), dann wäre ein tragbarer, also ein NoteBook, angesagt.
Vieleicht quested ja einer dass kleinste Board in so ein Teil rein.
Im Embedded Bereich wird sicher eher der Pinguin als AOS 4 durchsetzen.
Die Leute, die in sowas machen kennen sich aus und wollen die volle Kontrolle, das bietet nur OpenSource.
Gruss Frank

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

Es gibt Leute die haben eben eine Vision, die sie versuchen wollen
umzusetzen. Meint Ihr jeder mag Linux, PS2 oder einen einfachen DVD
Player für wenig Geld?

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

nein,
jedem das seine.
Meinst du die Reanimation hat ausserhalb der Fan-Gemeinde einen Erfolg ? Warum ?
Deswegen sage ich ja : macht mal.
Das ist nicht ironisch gemeint, ich freue mich über jede Alternative. Aber obs AmigaOS eine Alternative ist ? Im professionellen Bereich ?
Da habe ich bei einer Truppe von 2 Leuten (was machen die eigentlich, wenn einer von denen Ausfällt ?). Darauf einen professionellen Anspruch zu haben und diese als professionelle Geschäftsidee zu sehen, dazu gehört echt Mut. Und Mut bei dem, der sich sowas als Teil einer IT-Infrastruktur hinstellt. Als Heimanwender, keine Frage, warum nicht. Aber in der professionellen IT, ehrlich, vergiss. Da schafft es kaum Apple reinzukommen mit einem Unix.Artigen OS.
Gruss Frank

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

>Da habe ich bei einer Truppe von 2 Leuten (was machen die eigentlich, wenn einer von denen Ausfällt ?)

Frank, das ist bei denen kein Problem, weil die Frieden Brüder Zwillinge sind! :)

arno

Re: Audio/Video Report zur Bath Amiga Show

das mag ja beim Entwickeln helfen und die kommunikation via Telepathie sowie ggf. Telekinese beschleunigen. Aber die beiden haben auch nur 4 Hände....
Also ich würd mal sagen :
- die beiden fahren nie im gleichen Wagen
- nehmen prinzipiell unterschiedl. Flüge
- wohnen getrennt
- nehmen nie die gleiche Tube
- nehmen nie den gleichen Zug
- sollten nie zusammen in einem Raum sein
- immer nur einer auf einer veranstaltung, nie zusammen
- gefährliche Hobbies, wie Bungie-Jumping, Drachen- oder Gleitschirmfliegen, Fallschirmspringen, schwimmen, Fahrradfahren usw. sind nicht erlaubt.

Mit ein paar solcher Regeln lässt sich schon viel Risiko nehmen...

Nee, ist nicht ernst gemeint ;-)

Gruss Frank

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.