Neues von Seagate

Es gibt leider Neues von Seagate. Nachdem Seagate die neue Firmware beim Massentest an den ausgelieferten Laufwerken prüfte, musste man feststellen, dass sich Festplatten mit der gleichen Modellbezeichnung unterscheiden und man unterschiedliche Firmware-Versionen braucht. Weswegen es keine öffentlich zugängliche Firmware gibt, sondern die passende Firmware nur auf Nachfrage verschickt werden kann. So Seagate.

Das darf bezweifelt werden. In der ausführlichen Würdigung bei Golem wird festgehalten, dass die CD mit den Firmware-Images und dem Flash-Programm durchaus die Part-Nummer und oder die Firmware ausliest. Da Seagate in der Lage ist, anhand der Angaben von Modellnummer, Seriennummer und Firmwareversion die richtige neue Firmware zu ermitteln, sollte dies auch das Flash-Programm können. Mit der falschen Firmware funktioniert das Laufwerk zwar nicht mehr, aber man kann immerhin die alte oder die richtige neue Firmware wieder aufspielen und so an die Daten kommen.

Das geht ja, tritt der eigentliche Fehler auf, nicht mehr. Der Grund sei, so die von Golem wiedergegebene Aussage von Seagate, ein fehlerhaft konfiguriertes Testsystem. Womit nur Festplatten betroffen sind, die dieses Testsystem durchlaufen haben. Seagate behauptet weiterhin, dass dies nur wenige Laufwerke betreffe.

Wurde die Festplatte mit dem fehlerhaften Testsystem geprüft, und steht ein Zähler der Firmware auf dem höchsten Wert beim Herunterfahren der Festplatte, dann würde die Festplatte den bekannten Fehler zeigen. Golem suggeriert, dass dieser Zähler etwas mit der BadBlocks-Verwaltung zu tun hätte. Die Frage ist nur, wieso kann man dann keine neue Firmware auf dem betroffenen Gerät mehr flashen?

Wenn dem so wäre, müsste Seagate doch genau wissen, welche Festplatten betroffen sind? Gibt es den kein Log aus dem ersichtlich ist, welche Festplatten durch das angeblich fehlerhafte Testsystem gegangen sind? Ein Rückruf einer begrenzten, wie Seagate behauptet, geringen Anzahl von Festplatten dürfte für Seagate doch kein Problem darstellen und würde das Vertrauen der Käufer stärken.

Oder man muss den Eindruck gewinnen, dass Seagate keinen blassen Schimmer hat, welche Festplatten mit welcher Firmware in welcher Fabrik und Fertigungsstrasse hergestellt werden. Und eine Qualitätssicherung bedeutet auch nicht, dass es Protokolle gibt, wo welche Festplatte hergestellt und geprüft wurde? Ob Seagate weiss, dass es eine Firma Seagate gibt, die Festplatten produziert?

So bleibt Seagate-Käufern nur übrig, den Support von Seagate zu kontaktieren und die Platten laufen zu lassen.

Man wende sich an: discsupport@seagate.com
Mit Angabe von Modellnummer, Seriennummer und Firmwareversion der Festplatte