Komprimieren für hohe Transferraten - SSD

Nun wissen wir, weshalb es schnelle SSD Speicher gibt, die wir bezahlen können. Der Controller komprimiert und die SSD erreicht die Lese- und Schreibgeschwindigkeit nur mit komprimierbaren Daten.

Das behauptet zumindest das Linux-Mag in den Artikel On-the-fly Data Compression for SSDs.

Das ganze flog auf, als eine SSD mit dem SandForce SF-1200 Controller Benchmarks durchlief und man nicht auf die zugesagten Schreib- und Lese-Durchsätze kam. Andere Linux-Tools, die als Standard mit Nullen schreiben, erreichten die versprochenen Durchsatzwerte. Wurde in dem ursprünglichen Benchmark ebenfalls leicht komprimierbare Daten eingesetzt, erreichte dann auch dieser Benchmark die beworbenen Transferraten. Zauber?

Liegen Daten vor, die nicht oder schlecht komprimierbar sind, sinkt die Leserate um 30%, die Schreibrate bricht auf 1/4 ein. So ziemlich die Werte, die "normale" SSDs liefern.

Auch wenn bei den Transferraten geschönt wird, zum Glück nicht bei der Speicherkapazität. Man kann die zugesagte Kapazität auch mit nicht komprimierbaren Daten voll schreiben (sofern man das bei SSDs darf). So könnte man eventuell versucht sein, dem ganzen doch etwas positives ab zu gewinnen, denn das Schreiben von komprimierten Daten benötigt weniger Platz, und da jedes Schreiben auf die Nutzungsdauer geht, erhöht dies theoretisch die Lebensdauer der SSD. Womit dann auch geworben wird.

Die nächste SandForce Controller Version wird bereits mit höheren Datentransferraten beworben. Ob die Hardware nun höher komprimiert, oder man mehr Kanäle verbaut?

Ein schaler Geschmack bleibt.